ERFAHRUNGEN, AUF MEHREREN EBENEN
Well, nachdem der Computer letztes Mal klaeglich versagt hat, als ich bereits einen Aufatz in der Laenge einer mittlerern Diplomarbeit verfasst hatte, werdet ihr wohl nie erfahren,...
... welche lustigen Substanzen Katrin bei der Fullmoon-Party in Ko Pa Ngan konsumiert hat.
... wie’s beim Tauchen war.
... wie schoen die Straende rund um Krabi sind.
... welche von Gottes Geisseln ueber mich gekommen sind.
OK! Ich erzaehl’s euch trotzdem. Also: Es ergab sich folgendermassen –
dass Roman und Andrea in die eine Richtung, Kathie in die andere gingen und sich vierzehn Tage nicht zu Gesicht bekamen. Demnach zweigten erstere zum Strand Richtung Ao Tanonte ab, wo sie einen Tauchkurs besuchen wollten, waehrend zweitere mit anderen Ausgeflippten zur rechten Zeit die Insel Richtung Sueden verliess. Und das, obwohl sie wusste, welch Gefahren auf hoher See lauerten.
Auf hoher See
Rueckblick – wenige Tage vorher. Der Morgen zeigte sich versoehnlich, das Meer ebenso. Die Traveller bestiegen den gebuchten Katamaran und sollten eines ihrer schlimmsten Erlebnisse der letzene Zeit haben. Man stelle sich vor: Ein Hochgeschwindigkeitsboot auf zwei Ruempfen, kein Tiefgang – schon das nicht das stabilste aller Schiffformen. Ein Kapitaen, der mutmasslich bereits jenes Swiftboat am Mekong lenkte, das John Kerry 1968 kommandierte und ihm zum Verhaengnis wurde. Drittens ein Wellengang, der seinesgleichen sucht, und dem auch einem erfahrenen Seebaeren wie Andrea (;-) die Farbe aus dem Gesicht jagte. Andrea: „Ich halt’s nicht mehr aus!“ Zwei der zweieinhalb Stunden Schleuderwaschgang standen dann noch bevor.
Proloparty
Katrin entschied sich, auf Ko Pa Ngan ueberzusetzen, mit dem Ziel, erstens in ein Hippie-Selbstfindungs-Out of Space-Lager einzubuchen und zweitens die Erfahrung einer Fullmoonparty zu machen. Dort probiert ein Korps junger Menschen aus, wie ihre liebgewonnen Drogen so unter freiem Himmel wirken, dabei auf den Mond starren, und waehrenddessen im knietiefen Wasser dasselbe lassen. Beides einzeln schon schlimm genug, waren wir froh, als wir Kathie in Bangkok wieder unversehrt und in einem Stueck vor uns sahen.
Das Geheimnis der weissen “Kackwurst“
Roman und Andrea, aelter an Jahren und unsteter im Beduerfnis, sich die Hoerner abzuschlagen, gingen die Sache derweil konventioneller an: Ein PADI-Open Water musste her, wobei fuer Non-Diver vorauszuschicken sei, dass PADI die Heuschrecke unter den Tauchvereinigungen ist und natuerlich US-amerikanisch. PADI („Pay another dollar in“) ueberzeugte uns in einem geschickt inzenierten viertaegigen Kurs, dass wir erst glueckliche Menschen seien, wenn wir den Open Water bei eben jener Organisation machen wuerden. Oft gebrauchte Worte in Verbindung mit Tauchen in diesem Zusammenhang: cool, spitze, super, grossartig, wow und oida!. Nur Andrea wiederstand - sie fing sich die erheblich uncoole Unfaehigkeit ein, einen Druckausgleich in Innenohr herzustellen und war mit stechenden Schmerzen konfrontiert, wenn sie weiter als einen halben Meter tauchte.
Die Unterwasserwelt: nicht zu beschreiben ob ihrer vielschichtigen ELeganz und Grazie. Auch ein wenig Ekel: Das illustriert etwa die gesprenkelte, weisse Kackwurst: Sie ist ueberdimensional gross und faehrt an einem Ende zahlreiche Saugnaepfe aus, ums sich vorwaerts zu bewegen. Das Beaengstigende: Es ist einem Laien unmoeglich, zwischen tot und lebendig, Tier und Pflanze, gut oder boese zu unterscheiden. Gelegentliche, gemeinsame Tauchausfluege von Bush-Administration und Al Quaida wuerden die Welt vielleicht ein wenig friedlicher machen. Apropos Religionskriege: Der von westlihen Medien kolportierte Clash of Cultures im Sueden Thailands ist Einheimischen zufolge eher ein Kampf zwischen verfeindeten Raeuberbanden. Das Thema wird aber sehr ungern angesprochen und jeder betont, wie gu das Zusammenleben zwischen Buddhisten und Moslems hier funktioniert.
Krank
Wirklich boese aber sind kleine, unsichtbare Dinger, die krank machen. So gesehen nach einer leckeren Mahlzeit in mitten einheimischer Reisender in einer Ratsstation in Suedthailand. Der Donnergott kannte keine Gnade und raeumte einmal richtig auf. Ironie der Geschichte: Guten Gewissens das essen, was Einheimische essen, und dann gleich krank werden. Ich sensibler miteleuropaeischer farang haette den Fisch nich anruehren sollen, ich weiss.
... welche lustigen Substanzen Katrin bei der Fullmoon-Party in Ko Pa Ngan konsumiert hat.
... wie’s beim Tauchen war.
... wie schoen die Straende rund um Krabi sind.
... welche von Gottes Geisseln ueber mich gekommen sind.
OK! Ich erzaehl’s euch trotzdem. Also: Es ergab sich folgendermassen –
dass Roman und Andrea in die eine Richtung, Kathie in die andere gingen und sich vierzehn Tage nicht zu Gesicht bekamen. Demnach zweigten erstere zum Strand Richtung Ao Tanonte ab, wo sie einen Tauchkurs besuchen wollten, waehrend zweitere mit anderen Ausgeflippten zur rechten Zeit die Insel Richtung Sueden verliess. Und das, obwohl sie wusste, welch Gefahren auf hoher See lauerten.
Auf hoher See
Rueckblick – wenige Tage vorher. Der Morgen zeigte sich versoehnlich, das Meer ebenso. Die Traveller bestiegen den gebuchten Katamaran und sollten eines ihrer schlimmsten Erlebnisse der letzene Zeit haben. Man stelle sich vor: Ein Hochgeschwindigkeitsboot auf zwei Ruempfen, kein Tiefgang – schon das nicht das stabilste aller Schiffformen. Ein Kapitaen, der mutmasslich bereits jenes Swiftboat am Mekong lenkte, das John Kerry 1968 kommandierte und ihm zum Verhaengnis wurde. Drittens ein Wellengang, der seinesgleichen sucht, und dem auch einem erfahrenen Seebaeren wie Andrea (;-) die Farbe aus dem Gesicht jagte. Andrea: „Ich halt’s nicht mehr aus!“ Zwei der zweieinhalb Stunden Schleuderwaschgang standen dann noch bevor.
Proloparty
Katrin entschied sich, auf Ko Pa Ngan ueberzusetzen, mit dem Ziel, erstens in ein Hippie-Selbstfindungs-Out of Space-Lager einzubuchen und zweitens die Erfahrung einer Fullmoonparty zu machen. Dort probiert ein Korps junger Menschen aus, wie ihre liebgewonnen Drogen so unter freiem Himmel wirken, dabei auf den Mond starren, und waehrenddessen im knietiefen Wasser dasselbe lassen. Beides einzeln schon schlimm genug, waren wir froh, als wir Kathie in Bangkok wieder unversehrt und in einem Stueck vor uns sahen.
Das Geheimnis der weissen “Kackwurst“
Roman und Andrea, aelter an Jahren und unsteter im Beduerfnis, sich die Hoerner abzuschlagen, gingen die Sache derweil konventioneller an: Ein PADI-Open Water musste her, wobei fuer Non-Diver vorauszuschicken sei, dass PADI die Heuschrecke unter den Tauchvereinigungen ist und natuerlich US-amerikanisch. PADI („Pay another dollar in“) ueberzeugte uns in einem geschickt inzenierten viertaegigen Kurs, dass wir erst glueckliche Menschen seien, wenn wir den Open Water bei eben jener Organisation machen wuerden. Oft gebrauchte Worte in Verbindung mit Tauchen in diesem Zusammenhang: cool, spitze, super, grossartig, wow und oida!. Nur Andrea wiederstand - sie fing sich die erheblich uncoole Unfaehigkeit ein, einen Druckausgleich in Innenohr herzustellen und war mit stechenden Schmerzen konfrontiert, wenn sie weiter als einen halben Meter tauchte.
Die Unterwasserwelt: nicht zu beschreiben ob ihrer vielschichtigen ELeganz und Grazie. Auch ein wenig Ekel: Das illustriert etwa die gesprenkelte, weisse Kackwurst: Sie ist ueberdimensional gross und faehrt an einem Ende zahlreiche Saugnaepfe aus, ums sich vorwaerts zu bewegen. Das Beaengstigende: Es ist einem Laien unmoeglich, zwischen tot und lebendig, Tier und Pflanze, gut oder boese zu unterscheiden. Gelegentliche, gemeinsame Tauchausfluege von Bush-Administration und Al Quaida wuerden die Welt vielleicht ein wenig friedlicher machen. Apropos Religionskriege: Der von westlihen Medien kolportierte Clash of Cultures im Sueden Thailands ist Einheimischen zufolge eher ein Kampf zwischen verfeindeten Raeuberbanden. Das Thema wird aber sehr ungern angesprochen und jeder betont, wie gu das Zusammenleben zwischen Buddhisten und Moslems hier funktioniert.
Krank
Wirklich boese aber sind kleine, unsichtbare Dinger, die krank machen. So gesehen nach einer leckeren Mahlzeit in mitten einheimischer Reisender in einer Ratsstation in Suedthailand. Der Donnergott kannte keine Gnade und raeumte einmal richtig auf. Ironie der Geschichte: Guten Gewissens das essen, was Einheimische essen, und dann gleich krank werden. Ich sensibler miteleuropaeischer farang haette den Fisch nich anruehren sollen, ich weiss.
romanwien - 28. Jan, 17:44

oida!